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100 000 Hektar SumpflandschaftIn Europa findet man kein zweites Fleckchen, wo sich auf einem Sumpfgelände von ca. 100 000 ha über 450 Millionen Liter Wasser ergießen. Auf diesem Gebiet gedeihen 850 Pflanzenarten, leben der Elch, zahllose Vogelarten und Tiere, die woanders bereits ausgestorben sind. Sie fragen nun, wo sich diese Naturoase befindet? In den Biebrza-Sümpfen. Dort haben Sie noch die Gelegenheit den Balztanz und die trompetenden Rufduette des Kranichs, des Symbols der Polnischen Fluglinien LOT, mitzuerleben. Zu beobachten gibt es insgesamt über 260 Vogelarten, davon 185 hier brütende. Das Wahrzeichen des 60 000 ha großen Biebrzański-Nationalparks ist der Kampfläufer. Das sind ganz eigentümliche Vögel, von denen jeder ein individuell gemustertes, sich niemals wiederholendes Federkleid trägt. Im Park findet man auch den insektenfangenden Sonnentau, eine Pflanze, die Kleinorganismen anlockt, sie danach betäubt und verdaut. Das ist aber nicht die einzige naturkundliche Besonderheit. Es kommt auch schon mal vor, dass sich ein Biber im Zelt des Touristen verirrt. Wenn Sie unberührte, intakte Natur suchen, dann müssen Sie auf jeden Fall hierher kommen. Der Nationalpark lässt sich am besten mit dem Kajak erkunden. Unvergessliche Erlebnisse garantiert eine 18 km lange Fuß- oder Bootswanderung zum Roten Sumpf/Czerwone Bagno, wo sich seit 75 Jahren ein Elchreservat befindet. Unterwegs bietet sich Gelegenheit mit dem Tonband die gackernden und schrillen Töne einer Graugans-Kolonie einzufangen, einer in „Pfahlstellung” verharrenden Rohrdommel zu begegnen oder einen Fischotter bei der Jagd zu beobachten. Abends zeigt sich im Laufe einer einzigen Stunde manchmal fast ein Dutzend Biber. Gute Ausgangspunkte für die Wanderungen sind Goniądz, Rajgród, Augustów und Łomża. Der Biebrzański-Nationalpark liegt nur 150 km von Warschau entfernt in Richtung Łomża, Grajewo und Augustów. |