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Diese Berge lernt man vom Wasser her und von den Gipfeln kennenDer Pieniny-Gebirgszug ist zwar nur 35 km lang, dafür aber voller Überraschungen. Die Historiker vermuten, dass das in der Burg von Niedzica versteckte „Quipu” - eine alte Knotenschrift der Inkas, das Geheimnis deren legendären Schatzes lüften könnte. Die größte Touristenattraktion dieser Berge ist der Dunajec-Durchbruch. Die Floßfahrt auf dem Dunajec (von der Ortschaft Sromowce Niżne nach Szczawnica), bei der zahlreiche Stromschnellen bewältigt werden, führt durch einen Cañon mit atemberaubenden, mehrere Hundert Meter steil in den Himmel ragenden Felswänden. Bei der Fußwanderung durch die Pieniny - von Szczawnica nach Czorsztyn - kann man von den Gipfeln des Sokolnica und Trzy Korony oder von den Zinnen der Burg in Czorsztyn den gestauten Dunajec sowie das herrliche Panorama des Pieniny-Gebirges bewundern. Bei einem Aufenthalt hier muss man unbedingt Wanderungen durch die zahlreichen malerischen Schluchten (die schönste ist die Homole) der sog. Małe Pieniny/Kleinen Pieniny unternehmen sowie dem Heilbad Szczawnica und dem Dörfchen Krościenko, wo die Direktion des Pieniny-Nationalparks ihren Sitz hat, einen Besuch abstatten. Die fünftägige Wandertour ist mittleren Schwierigkeitsgrades, führt von Krościenko über Przehyba, Rytro, Hala Łabowska, Jaworzyna Krynicka bis nach Krynica und enthüllt dem Touristen alle Schönheiten dieses Landstriches. Übernachtungsmöglichkeiten findet man in den Herbergen oder bei den gastfreundlichen Bergbauern. Vom Pieniny-Gebirge führt die Route in die Sądecki-Beskiden, die vom Fluss Poprad in zwei Gebirgszüge geteilt werden. In der Sommersaison werden auf dem Poprad Bootsausflüge von Piwniczna nach Rytro organisiert. In den Sądecki-Beskiden gibt es über 200 km Gebirgswanderwege mit vielen Herbergen. Einen Besuch wert sind das pittoreske Stary Sącz mit historischem Kloster aus dem 13. Jahrhundert und das bekannte Heilbad Krynica, das ebenfalls bei den Musikern, Maleren und Gebirgsradlern sehr beliebt ist. Denjenigen, die über gute Kondition verfügen und sich beim Wandern etwas mehr anstrengen möchten, empfehlen wir die Niederbeskiden (Bekid Niski). Eine herrliche Route verläuft von Krynica über Mochnaczka Niżna, Regietów, Krzywa, Jasionka, Wyszowatka, Grab, Ożenna, über den Dukielska-Pass und Zyndranowa bis nach Komańcza. Sie durchquert Ödland, wo die Natur noch sich selbst gehört. In den Tälern sind reizvolle orthodoxe Holzkirchen des Lemken-Volksstammes, Reste einstiger Lemken-Dörfer, welche heute vom Walddickicht überwachsen sind sowie Soldatenfriedhöfe aus dem Jahre 1915 erhalten geblieben. Wer sich für diese Wanderroute entscheidet, muss damit rechnen, dass in kleinen Hütten oder im Zelt an einem Gebirgsbach genächtigt wird. In den Zentren in Gładyszów und Siary bei Gorlice kann man Huzulen-Pferde mieten und tagelange Reittouren durch die wundervolle Landschaft unternehmen. Bei so einem Reitausflug im Dreiklang Mensch, Pferd und Gebirge fühlt man die kraftspendende Urkraft von Mutter Natur ganz besonders deutlich. |