KohlrouladenEine Aufgabe für FleißigeSchlaraffenland, dem Paradies der Faulenzer und Leckermäuler „fliegen die gebratenen Täubchen von allein in den Mund”. Aber leider nur dort. Für die Zubereitung der polnischen Kohlrouladen gołąbki (Täubchen) ist schon etwas Zeitaufwand notwendig. Ihr Name stammt sicherlich von ihrer Gestalt, die bei etwas Fantasie an gebratene Täubchen erinnert. Das Können der Kohlrouladenmeister beruht auf dem Auftragen einer Farce aus Hackfleisch, vermischt mit gedünsteter Zwiebel, gekochtem Reis und gekochten Trockenpilzen auf gedünstete Kohlblätter und dem geschickten Einrollen der Blätter. In der altpolnischen Küche wurde selbstverständlich anstatt Reis Buchweizengrütze verwendet. Die Kohlrouladen werden mit einer herrlichen Soße aus getrockneten Pilzen und Sahne serviert. Bevor sie in die Backröhre kommen, übergießt man sie auch manchmal mit Sauer-mehl, vergorenem Saft aus roten Rüben oder mit Pilzbrühe. Bis vor gar nicht langer Zeit haben die umsichtigen Landwirte beim herbstlichen Sauerkraut stampfen immer einige Krautköpfe im Ganzen mit eingesäuert, die später für die Kohlrouladen genutzt wurden. Heute verwendet man nur noch die gekochten Blätter von frischem Kraut. Die Kohlrouladen, die von Marian Maroń, dem Küchenchef des Warschauer Novotels Airport serviert werden, sind traditioneller Art mit Soße aus frischen Tomaten. |