Ente mit Äpfeln

Ente, ½ kg Äpfel, Majoran, Rosmarin, Salz, Gänsefett, Honigwein „Trójniak“, Preiselbeerkonfitüre

Die junge Ente in „Trójniak“ marinieren, danach mit Salz, Majoran und Rosmarin einreiben. Die Hälfte der Äpfel (ohne Kerngehäuse) mit Majoran bestreuen und die Ente damit füllen, fest verschließen. Die andere Hälfte gesondert dünsten. Die Ente braten, dabei ab und zu mit Fett begießen. Danach die Ente auf einer Platte anrichten und mit Preiselbeerkonfitüre umrahmen. Die gedünsteten Äpfel werden getrennt gereicht.

Ente mit Äpfeln

Wie bei Lukullus

Eine besondere Delikatesse auf der Festtafel des römischen Feldherren Lukullus waren mit Feigen gefüllte Enten. In der polnischen Küche wurden diese teuren exotischen Früchte durch heimatliche Äpfel ersetzt. Ente mit Äpfeln war seinerzeit die Zierde der königlichen und adligen Tafeln und heute – der Restaurants.

Großes Verdienst bei der Popularisierung von Entengerichten haben die Küchenmeister Großpolens.

Darek Pazikowski vom Warschauer Hotel Grand mariniert Ente nach einem alten Rezept in klarem, rubinrotem Met. Dieser edle Trunk, der früher ausschließlich in den königlichen Weinkellern lagerte, verleiht dem Fleisch nicht nur ein herrliches Aroma, sondern ebenfalls wunderbare Zartheit. Zu dieser Spezialität wird passierte Preiselbeer-Apfelsoße gereicht.

Besonders lecker ist ein junger Vogel von ca. sechs Monaten. Ente schmeckt am besten im Herbst mit Äpfeln, die frisch gepflückt wurden. Sollte man eine typisch „polnische” kulinarische Beigabe zur Ente nennen, wären das mit Bestimmtheit Äpfel. Am besten eignen sich die unscheinbaren, leicht säuerlichen alten Sorten, die woanders auf der Welt fast gar nicht mehr zu finden sind. Ihr unverkennbarer Geschmack, verbunden mit dem Aroma des Lieblingsvogels von Lukullus ist ein Hochgenuss ohnegleichen.