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In der Schatzkammer der KulturDie polnische Kulturroute wird symbolisch und wortwörtlich von der prächtigen Bronzetür der Gnesener Kathedrale eröffnet, wo Kunstwerke aus dem 10. Jh., den Anfängen des polnischen Staatswesens, aufbewahrt werden.
Das Kulturerbe der MenschheitIn Toruń/Thorn, der Geburtsstadt von Kopernikus, blieben die mittelalterliche Stadtanlage und das charakteristische Panorama mit Stadtmauer, Basteien und den hochragenden Kirchturmspitzen erhalten. Zamość, eine Stadt, die einst sogar Festung war, bezaubert durch ihre kunstvollen Renaissancebauwerke. In Malbork fasziniert die mächtige gotische Marienburg – ehemals Sitz des Deutschen Ordens. Sehenswert ist ebenfalls die wundervolle Bersteinsammlung in der Burggalerie.
Leonardo da Vinci in KrakauIm Krakauer Czartoryski-Museum ist vor einem der Gemälde stets eine besonders große Menschengruppe versammelt, die wie verzaubert das Porträt einer jungen Frau betrachtet. Selbstverständlich handelt es sich dabei um die „Dame mit Hermelin” von Leonardo da Vinci.
Strahlende Schlösser, Paläste...Auf einer Anhöhe über dem Dörfchen Nowy Wiśnicz strahlt in der Sonne ein befestigtes Schloss, das im heute nur noch selten zu findenden Stil palazzo in fortezza erbaut ist. Schlösser von berückender Schönheit und Stilart mit herrlichem Interieur laden ebenfalls in Baranów Sandomierski und in Krasiczyn ein. Im ehemaligen Adelssitz Łańcut trifft sich heute beim alljährlichen Musikfestival die Aristokratie... der Opernsänger. Die Wagenremise des Łańcuter Schlosses gehört zu den interessantesten Sammlungen herrschaftlicher Equipagen in Europa. ... und barocke KontrasteDas Warschauer Königspalais im Stadtteil Wilanów, das Jesuitenkloster in Święta Lipka/Heiligelinde in Masuren und die historische Basilika im niederschlesischen Bardo sind drei, völlig unterschiedliche Meisterwerke des Barocks. Bei ihrer Arbeit hörten die barocken Baumeister oft auf ihre innere Stimme, die da mahnte memento mori... Einer von ihnen kleidete die Wände der Kapelle in Czermna bei Kudowa Zdrój mit dreitausend Totenschädeln aus. Schauerlich... aber wahr. In adligen HerrenhäusernIn der polnischen Kultur nahmen die Herrenhäuser, einst die Familiensitze des Kleinadels mit ihren reichen Kunst- und Büchersammlungen, einen ganz besonderen Platz ein. Dazu gehört ebenfalls das Geburtshaus von F. Chopin in Żelazowa Wola. Seine berühmten Polonäsen und Mazurken, die der Komponist nach altpolnischen Tänzen benannte, eröffneten und beendeten jeden Adelsball.
Holzkirchen – Juwelen der SchnitzkunstKirchen und russisch-orthodoxe Gotteshäuser aus Holz sind überall in den Städten und Dörfern Kleinpolens und der Vorkarpaten zu finden. Alle zusammen bilden eine im Weltmaßstab einzigartige Route der Holzbauweise und haben neben dem malerischen Äußeren meist ebenfalls eine wunderschöne Innenausstattung zu bieten.
Pilgerfahrten zur QuelleKatholische Sanktuarien sind aus dem polnischen Landschaftsbild kaum wegzudenken. Im Paulinerkloster von Częstochowa mit dem Gnadenbildnis der Schwarzen Madonna von Tschenstochau, das weit über die Landesgrenzen hinaus verehrt wird, sind stets die meisten Pilger anzutreffen. Die Andersgläubigen haben ihre Wallfahrtsstätten in unterschiedlichen Regionen Polens: die Russischothodoxen in Grabarka, die Protestanten in Karpacz, Wisła und Cieszyn und die Moslime – in Bohoniki.
Bunt und geheimnisvoll...Am Palmsonntag finden in den Ortschaften Łyse in der Region Kurpie und in Lipnica Murowana bei Bochnia ungewöhnliche Prozessionen statt. Weit über den Köpfen der Teilnehmer schwingen sich dann bis zu 25 m hohe aus Weide und Holz geflochtene Palmen, geschmückt mit Kunstblumen und Schleifen. Erstaunlich, wie biegsam diese Wunderwerke sind. Auch die Fronleichnamsprozessionen haben in Polen lange religiöse und volkstümliche Tradition. An diesem Tag schillern die Volkstrachten der Frauen aus Łowicz in den Farben aller vier Jahreszeiten, und die Prozession erinnert an einen Umzug... bunter Feldblumen. |
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