KÖNIGSWEGAls Stadt der Könige hat Krakau selbstverständlich auch einen Königsweg. So wie einst die Monarchen mit ihrem Gefolge, die Abgesandten und andere Würdenträger, ziehen heute die Liebhaber des alten Krakaus und die Touristen auf diesem Weg in Richtung Schloss. Der Königsweg beginnt am Matejko-Platz, führt durch die gotische Barbakane und das Florianstor, dann die reizvolle gleichnamige Gasse entlang über den Marktplatz, vorbei an Bürgerhäusern mit Renaissancefassaden und Attiken, danach durch die klassizistische und barocke Grodzka-Gasse mit der Peter- und Paulskirche und weiter durch die mittelalterliche Kanonicza-Gasse bis zum Königsschloss auf dem Wawel-Hügel. Der heutige Matejko-Platz mit der historischen Florianskirche gehörte einst zu dem selbständigen Städtchen Kleparz. Von dort aus, durch das streng bewachte Florianstor, dem später noch die Barbakane als zusätzliche Befestigung vorgebaut wurde, erfolgte der Einzug ins königliche Krakau. Die Krakauer Barbakane ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen Fortifikationskunst. Davon gibt es in Europa insgesamt nur noch drei, aber was ihre Schönheit, Vollkommenheit und ihre Ausmaße angeht, ist die Krakauer Barbakane ganz einfach konkurrenzlos. Am Florianstor vereinten sich die Stadtmauern, die seinerzeit das gesamte alte Krakau umsäumten. Teile davon sind noch heute unmittelbar am Stadttor zu bewundern, wo das ganze Jahr über die Kunstmaler ihre Arbeiten präsentieren. Anstelle der abgetragenen Stadtmauern wurden die sog. Planty angelegt – ein weiter Grüngürtel im Herzen der Stadt. Die Grodzka-Gasse mit vielen interessanten Bauwerken sowie die malerischste Gasse Krakaus – die ulica Kanonicza bilden die Verlängerung des Königsweges und führen auf den Wawel, die ehemalige Residenz der polnischen Könige. |