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Warschau – die ReizvolleHeutzutage kommt Warschau (Warszawa) mit vielen Facetten einher, denn Altes und Neues sind reizvoll miteinander verwoben. Steht man abends auf der Schlossplatzterrasse, wo Königsschloss und Annenkirche sich zublinzeln, so fällt der Blick unweigerlich auf Warschaus jüngste Weichselbrücke, die Heiligkreuzbrücke. Und wenngleich der Palast der Kultur und Wissenschaften im stalinistischen Zuckerbäckerstil noch immer den Stadtkern dominiert, so sind doch längst schon ganz in seiner Nähe Bürohochhäuser aus Stahl und Glas tonangebend. Ein Hauch von Geschichte durchweht indes die verträumten Gassen in Alt- und Neustadt, also überall dort, wo die ursprüngliche Stadtanlage erlebbar ist.
Krakau – Sehenswertes in Hülle und FüllePolens alte Königsstadt Krakau (Kraków) gehört zweifellos zu den größten Sehenswürdigkeiten auf der Europa-Touristenkarte. In der Weichselmetropole mit unzähligen kostbaren Kultur- und Kunstdenkmälern vereinen sich Legenden, Geschichte und Gegenwart zu einem untrennbaren Ganzen.
Wrocław – eine zauberhafte StadtEinst hieß es von Wrocłaaw (Breslau), es sei „Europens heilige Blume, die schöne Zier unter den Städten”. Das weckte Begehrlichkeiten. Und so ging es von Hand zu Hand. Mal war es polnisch, dann böhmisch, österreichisch, ungarisch und deutsch. Hier fanden Valonen, Juden, Italienier und Ruthenier ihre neue Heimat, kurzum - ein Schmelztiegel für Völker, Religionen und Kulturen, in dem es nicht immer so ganz friedfertig zuging. Die Stadt selbst aber profitierte sogar davon. Breslau liegt in der Schlesischen Tieflandsebene, genau an der Stelle, wo sich die Oder in mehrere Arme teilt und zwölf größere und kleinere Inseln bildet. Insgesamt besitzt die Stadt somit auch mehr als 100 Brücken und wirkt vom Ausflugsboot aus so, als bestünde sie überall nur aus Wasserläufen.
Poznań – Polens sagenumwobene WiegeBei Poznań (Posen) denkt man wohl zu allererst an die Messestadt. Tatsächlich gehört es ja zu den ältesten Marktplätzen in Europa. Jahr für Jahr finden hier an die 30 nationale und internationale Messen statt. Fachmessen wie die POLAGRA (Nahrungsgüter) oder die BUDMA (Baustoffe) gehören zu den europaweit größten derartigen Branchentreffen. Doch trotz allem Messetrubel sollten auch die einzigartigen Baudenkmäler der Stadt nicht stiefmütterlich behandelt werden. Steht hier doch Polens Wiege.
Gdańsk, Gdynia, Sopot – die DreistadtDie sich enlang der Danziger Bucht erstreckende Dreistadt gehört zu Polens stärksten Fremdenverkehrsmagneten. Jeder der drei Orte besitzt dabei sein ureigenstes Flair. Die Hansestadt Gdańsk (Danzig) kann auf eine reichlich tausendjährige Geschichte zurückblicken; das Ostseebad Sopot (Zoppot) versprüht mondänen Charme und sorgt für Badespaß und Unterhaltung; das etwas kühl anmutende Gdynia (Gdingen) zeugt vom Fleiß der Polen, die, als sie 1918 nach anderhalb Jahrhunderten Fremdherrschaft ihre Unabhängigkeit zurückerlangten, buchstäblich in nur zehn Jahren einen der größten Ostseehäfen aus dem Boden stampften. Die Geschichte der Dreistadt ist auch aus Polens jüngstem Nationalbewusstsein nicht wegzudenken. Hier sollte mit den Streiks 1970, 1980 und 1988 das kommunistischen Regime endgültig zu Fall gebracht werden. Beim Werftarbeiterstreik 1980 unter Lech Wałęsa wurde die „Solidarność” aus der Taufe gehoben. Später sollte der Streikführer nicht nur den Friedensnobelpreis erhalten, sondern auch zum ersten Präsidenten des neuen Polens gewählt werden. |
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