Dom zu Oliwa

DIE MOLE IN ZOPPOT UND DIE ORGEL VON OLIVA

Wer sich mehrere Tage in Danzig aufhält, sollte unbedingt einen Abstecher nach Zoppot unternehmen. Mitte des 19. Jh. als nobles Seebad gegründet, galt es wegen seines Spielkasinos als Monte Carlo des Nordens. Während der Badesaison herrschen hier Sommer, Sonne, Strandbetrieb; natürlich fehlen auch die Strandcafés, Gaststätten und Nachtlokale nicht. Abends herrscht auf der Strandpromenade reges Treiben und erst recht bestes Entertainment in der Waldoper. Die größte Sehenswürdigkeit ist die Mole, die einen halben Kilometer in die Ostsee hineinragt und inzwischen auf eine 150-jährige Geschichte zurückblicken darf. Von ihrem Ende aus bietet sich eine prächtige Aussicht auf den ganzen Küstenstrich, die Urlauberpensionen und natürlich das berühmte Grand Hotel, die Nobeladresse Nr. 1 am Ort, ein Bauwerk, das in den Zwanzigerjahren des 20. Jh. im Wilhelminischen Barock errichtet, inzwischen aber gründlich runderneuert worden ist. Auf halber Wegstrecke zwischen Danzig und Zoppot liegt Oliwa, bei dem einem sofort der Dom mit seiner berühmten Barockorgel einfällt.

Wenige Kilometer westlich von Zoppot beginnt Gdingen. Diese Stadt – ursprünglich ein verschlafenes Fischerdorf – wurde in den 20er, 30er Jahren des 20. Jh. buchstäblich aus dem Boden gestampft. Polen war 1918 wiedererstanden und brauchte dringend seinen eigenen Ostseehafen. In seinem sachlich-kühl anmutende Stadtzentrum tätigen die Dreistadtbewohner gern ihre Einkäufe. Und zu einer Verschnaufpause zwischen dem Ladenbummel lädt die bis nach Zoppot führende Strandpromenade am Fuße eines Naturparks ein. Gdingen besitzt weltweit eine der größten Schiffswerften, die bereits seit 1923 besteht.