ZAUBERHAFTE STADTBreslau steckt voller zauberhafter Winkel. Wo einst die Fleischbänke standen, wurde inzwischen dem lieben Schlachtvieh ein Denkmal gesetzt. Das hat es besonders jungen Touristen angetan. Bei der Fußgängerunterführung Świdnicka-Straße grinst nun ein Zwergendenkmal, denn der Zwerg versinnbildlichte ja in den 1980er Jahren die sog. Orangene Alternative – eine Künstlerbewegung gegen das Kriegsrecht. Ganz besonders bei den Kindern beliebt ist der Springbrunnen in Gestalt eines Bären an der Südseite des Rathauses. Er ist die Kopie einer Bronzeskulptur aus dem Jahre 1904, die dort bis 1945 stand. Aufmerksamkeit verdient ebenfalls das Denkmal des herausragenden polnischen Komödendichters Aleksander Fredro (1793-1876) im Süden des Marktplatzes, das 1956 aus Lwiw hierher gebracht wurde. Vom Theaterplatz aus kann man an jedem Wochenende mit der „Hexenbahn”, einer zum Speisewagen umfunktionierten Straßenbahn, Sonderfahrten buchen. Wenn wir das alles absolviert und uns auch ein Erinnerungsfoto am Pranger aus dem 14. Jh. geschossen haben, wird es Zeit, einen Blick auf Wrocław von oben zu werfen. Ein Geheimtip ist die Besteigung des Elisabethkirchturms (gleich neben den entzückenden Häusern „Hänsel und Gretel”). Entweder man bewältigt keuchend die 300 Stufen oder man nimmt den Aufzug bis in 60 m Höhe. Abends sollte man unbedingt durch die Dominselgassen im Schummerlicht der Gaslaternen bummeln. |