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Polen liegt näher als man denktPolen ist nicht nur ein Garten der Natur und eine Schatzkammer der Kultur, sondern ebenfalls ein demokratischer Staat im Herzen Europas, der von gastfreundlichen Menschen bewohnt wird, die eine moderne Wirtschaft aufbauen und ihr Kulturerbe pflegen. In Polen weilen alljährlich viele Millionen Touristen zu Gast. Mit ihrem Aufenthalt sind sie sehr zufrieden und kommen oft erneut zu Besuch, denn bei uns findet jeder etwas Interessantes für sich. Die modernen touristischen Einrichtungen ermöglichen erstklassige Erholung, und die zahlreichen Museen, Kunstgalerien und Konzertsäle sowie die Schwimmanlagen, Reitklubs, Diskotheken und Nachtklubs befriedigen selbst den anspruchsvollsten Gast. Dank der fast sprichwörtlichen polnischen Gastlichkeit, die in der Redewendung „Gast im Haus – Gott im Haus” zum Ausdruck kommt, fühlen sich die Touristen bei uns ganz besonders wohl. Die prachtvolle reiche Natur, die im Gegensatz zu anderen Regionen Europas, in Polen vielerorts noch ihre primäre Gestalt bewahrt hat, lädt das ganze Jahr über zur aktiven Erholung ein. Polens Klima ermöglicht zu jeder Jahreszeit Entspannung und vilfältige Aktivitäten. Hier erwarten Sie die Bernsteinküste der Ostsee, das Land der Tausend Seen – Masuren, uralte Wälder, Flüsse, malerische Berge und Höhen mit unzähligen Routen für Wanderer, Radler, Paddler und Reitfreunde. Wer auf Abenteuersuche ist, wird bestimmt auch welche finden. Wer himmlische Ruhe sucht, kann sich inmitten der unberührten Natur entspannen, und wer sich endlich einmal unbekümmert amüsieren möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Die Polen mögen Gäste und laden oft zu sich nach Hause ein. Solche Besuche und Gespräche bleiben lange in Erinnerung.
Immer im europäischen HausSeit tausend Jahren ist Polen der Schnittpunkt der west- und osteuropäischen Kultur. In dieser Zeit mussten die Polen recht oft ihre Unabhängigkeit verteidigen und mit anderen Nationen Dialog führen. Und so wurde ein Volk geboren, für das Freiheit höchstes Gebot und Toleranz sowie Aufgeschlossenheit Fremden gegenüber eine Selbstverständlichkeit sind. Immer zur Hilfe bereit...Die Polen haben ihr Schicksal oft mit dem Geschick anderer Völker geteilt. Tadeusz KoÊciuszko und Kazimierz PuΠaski kämpften im 18. Jh. um die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Ernest Malinowski baute in Peru in den hohen Anden eine Bahnstrecke, und BronisΠaw PiΠsudski hat sich in Japan als Ethnograph einen Namen gemacht. Joseph Conrad, das Gewissen der Weltliteratur, wurde in Polen geboren und erzogen, bevor er auf der Suche nach Hochseeabenteuern ins Ausland emigrierte. Im 2. Weltkrieg spielten die polnischen Jagdflieger bei der „Schlacht um England” eine wesentliche Rolle, und die polnischen Mathematiker lösten den Kode der Verschlüsselungsmaschine „Enigma”, was den Zugang zu den Geheimnissen des 3. Reiches ermöglichte. An der Schwelle des 21. Jh.Polen ist Mitglied der NATO und trifft umfassende Vorkehrungen für seinen zukünftigen EU-Beitritt. Eine solide Demokratie sowie eine stabile Wirtschaft und ein eben solches Währungssystem sind unser Grundkapital im dritten Jahrtausend.
Jahrhunderte der ToleranzIn unserem Land hat es niemals Religionskriege gegeben, und die in der Mehrheit katholischen Polen lebten immer harmonisch mit den Andersgläubigen zusammen. Die Protestanten sind in Polen seit Jahrhunderten präsent und tragen erheblich zur Landeskultur bei. Zu den stummen Zeugen der Vergangenheit gehören das Martin-Luther-Denkmal in Bielsko-Biala sowie der Friedhof in Wschowa mit Gräbern von Lutheranern und Kalvinisten. Ein Zeichen der Zeit sind die evangelischen Zentren in den Städten Südund Westpolens. Die Juden lebten vom 13. Jh. bis zum 2. Weltkrieg in Polen und bildeten hier die größte Glaubensgruppe in Europa. Viele von ihnen, wie die Familien Rubinstein, Natanson, Kronenberg und Epstein sind herausragende Vertreter der polnischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. Eine faszinierende Route der jüdischen Kultur führt von Tykocin und Warschau nach Lezajsk und Lublin sowie von Krakau und Lesko nach Bobowa. Die Anhänger der russisch-orthodoxen Kirche sind seit Jahrhunderten im Osten Polens ansässig und bilden gegenwärtig eine der größten Glaubensgemeinschaften im Lande. Auch die Tataren, die vor 600 Jahren in Polen eine neue Heimat fanden, haben ihre eigenständige Kultur und moslemische Religion beibehalten und sind vollberechtigte Bürger unserer Republik. |
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