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N. Kopernikus

Nicht nur Nikolaus Kopernikus

Im Jahre 1364 hat der polnische König Kasimir der Große in Krakau eine Universität gestiftet. Sie war nach der Prager Bildungsstätte die zweite Hochschule in Mitteleuropa.

Der erste namhafte Absolvent der Krakauer Universität war Nikolaus Kopernikus.

Als echter Vertreter der Renaissance verfügte er über ein umfangreiches Wissen und war nicht nur ein genialer Astronom, sondern ebenfalls ein nicht weniger begabter Mathematiker, Ökonom, Arzt sowie politischer und wirtschaftlicher Reformer, der rege am öffentlichen Leben teilnahm. Seine Unsterblichkeit hat Nikolaus Kopernikus jedoch dem Werk „De revolutionibus orbium coelestium” (über die Kreisbewegungen der Weltkörper), zu verdanken, das 1543, also im Todesjahr des Astronomen, herausgegeben wurde. Diese Theorie widerlegte die Ansicht, dass die Erde der zentrale, unbewegliche Körper im Weltall sei und führte gleichzeitig zum methodologischen Umsturz in der Wissenschaft und im weltanschaulichen Denken.



M. Skłodowska-Curie

Maria Skłodowska-Curie

Diese weltberühmte Wissenschaftlerin und zweifache Nobelpreisträgerin auf dem Gebiet Physik und Chemie begann ihre wissenschaftliche Karriere in Warschau und setzte sie später in Frankreich fort, wo sie den Physiker Pierre Curie heiratete. Gemeinsam erforschten sie die RadioaktivitŠt und leisteten Pionierarbeit auf dem Gebiet der Kernphysik und Kernchemie. 1898 entdeckten sie zusammen die radioaktiven Elemente Polonium und Radium, wofür sie fünf Jahre später mit dem Nobelpreis für Physik geehrt wurden.

1906 (nach dem Tode ihres Mannes) leitete Maria Skłodowska-Curie den Lehrstuhl für Radioaktivität an der Pariser Sorbonne.

In den Folgejahren organisierte sie das Radium-Institut in Paris, und beteiligte sich ebenfalls bei der Gründung einer ähnlichen wissenschaftlichen Einrichtung in Warschau.

Den zweiten Nobelpreis (für Chemie) erhielt die Wissenschaftlerin 1911 für ihre Arbeit an den Eigenschaften der entdeckten radioaktiven Elemente.

Zu den polnischen Gelehrten, die wesentlich zu den Erfolgen der europäischen Wissenschaft beigetragen haben, gehören ebenfalls der Mathematiker Stefan Banach, Hugo Steinhaus - Spezialist der Wahrscheinlichkeitstheorie, Stefan Bryła (Brückenbau), Tadeusz Kotarbiński (Prakseologie) und Kazimierz Nitsch, der Schöpfer der Dialektologie.

Heute sind die wissenschaftlichen Entdeckungen nicht mehr das Verdienst eines einzelnen Gelehrten. Daran arbeiten ganze Teams, die in großen, modern ausgestatteten Labors und Instituten den Geheimnissen der Natur auf die Spur kommen. Einen bedeutenden Anteil daran haben auch die polnischen Wissenschaftler.